Dozentenliste

Ariadne Daskalakis
- Violine -
Ariadne Daskalakis ist amerikanische Geigerin griechischer Herkunft. Sie konzertiert gleichermaßen auf der modernen und der barocken Geige: sie tritt solistisch auf, führt diverse Ensembles an und ist eine vielgefragte Pädagogin. Ariadne Daskalakis genoss eine humanistische und musikalische Ausbildung an der Juilliard School, der Harvard University und der Hochschule der Künste Berlin. Ihre Mentoren waren Eric Rosenblith, Szymon Goldberg, Ilan Gronich und Eugen Lehner. Nach dem Studium beschäftigte sie sich zunehmend mit der historischen Aufführungspraxis. Zahlreiche Aufnahmen belegen das breite Spektrum ihres Repertoires.
Seit 2000 ist sie Professorin an der Hochschule für Musik und Tanz Köln. Unter ihren Studierenden sind internationale Preisträger sowie Mitglieder in großen Orchestern wie dem Leipziger Gewandhaus-Orchester, dem Beethoven-Orchester Bonn und den WDR-Sinfonie- und Rundfunkorchestern. 2012 gründete sie das Internationale Festival “Music from Land’s End” in Cape Cod, USA. Seit 2015 ist sie Künstlerische Leiterin der Europäischen Akademie für Musik und darstellende Kunst Palazzo Ricci Montepulciano.


Tom Daun
- Dozent interkulturelles Ensemblespiel -
Seit dem Examen im Fach Schulmusik in Köln und dem musikethnologischen Master-Studium an der „School of Scottish Studies“ arbeitet Tom Daun als Musikjournalist beim WDR und Deutschlandfunk mit dem Schwerpunkt traditionelle Musikkulturen. Parallel dazu tritt er seit den 90er Jahren als Harfensolist auf. Er veröffentlichte zehn Solo-CDs, ist gefragter Dozent auf Harfenfestivals und tritt weltweit auf. Auch musikpädagogisch ist Tom Daun seit langem aktiv. So leitet er das Laienensemble „Saitenholz“ der Musikschule Solingen. 2015 leitete er das interkulturelle Musikprojekt "We Perform!" in Solingen und gründete mit geflüchteten Musikern aus dem Orient das Tarab-Ensemble .

Petra de Gans
- Blockflöten -
studierte Blockflöte in den Niederlanden, wo sie auch ihr Konzertexamen ablegte. Während und nach ihrem Studium vertiefte sie ihre Studien in Kursen und Masterclasses. Seit 1993 hat sie einen Lehrauftrag an der Universität Siegen. Weiterhin unterrichtet sie an der „Fritz-Busch-Musikschule“ der Stadt Siegen. Dort arbeitet sie vielfach preisgekrönt mit Ensembles und Solisten. Sie gibt international Konzerte mit dem „Pleasant Consort“ und dem „Trio Vinci“. An Rundfunkproduktionen wirkte sie für den Hessischen Rundfunk und in den Niederlanden mit.

Auf einer CD präsentiert sie frühbarocke Musik von Marco Uccellini. Nicht nur die „Alte Musik“, sondern auch die neueste gehört mit unterschiedlichen Programmen zu ihrem Repertoire. Mit „Narziss“ von Moritz Eggert brachte sie ein wichtiges Werk der neuen Blockflötenliteratur zur Uraufführung.

Riccardo del Fra
Kontrabass
Riccardo Del Fra wurde in Rom, Italien, geboren und studierte Kontrabass am Konservatorium von Frosinone. Sehr schnell begann er mit Jazzkonzerten und Aufnahmen mit dem RAI-TV Orchestra of Rome. Er trat mit einer großen Anzahl von Jazz-Solisten auf (Art Farmer, Dizzy Gillespie, Art Blakey, Sonny Stitt, James Moody, Lee Konitz, Kenny Wheeler, Paul Motian, Dave Liebman, etc.) und war Bassist für verschiedene Bands (Barney Wilen, Bob Brookmeyer, Johnny Griffin, Toots Thielemans, etc.).
Ende 1979 fand in Rom das entscheidende Treffen mit dem Trompeter Chet Baker statt. Riccardo Del Fra spielte neben Chet etwa acht Jahre lang auf Tourneen, für Radio und Fernsehen; eine Zusammenarbeit, die zur Aufnahme von zwölf Alben, Videos (Live in London an der Ronnie Scott) und dem Film "Chet's Romance" von Bertrand Fèvre führte.
Anfang der 1980er Jahre ließ sich Riccardo Del Fra in Paris nieder. 1989 widmete Riccardo Del Fra Chet Baker sein Album A Sip of your Touch*, eine Serie von Duos mit Art Farmer, Dave Liebman, Enrico Pieranunzi, Rachel Gould und Michel Graillier (Grand prix Fnac 1989). In den 90er Jahren lud ihn der Posaunist und Komponist Bob Brookmeyer ein, seinem Quartett beizutreten (CD Paris Suite - Prix de l'Académie du Jazz 1994).
Riccardo Del Fra erforscht und genießt alles, schreibt Musik für Filme (Lucas Belvaux) oder für ein klassisches zeitgenössisches Ensemble (Ensemble Intercontemporain).
Seit 2004 ist Riccardo Del Fra Leiter der Jazzabteilung des Conservatoire National Supérieur de Musique et de Danse de Paris, wo er seit 1998 unterrichtet.
2014 nahm Riccardo Del Fra mit seinem Quintett und dem Deutschen Filmorchester Babelsberg die preisgekrönte CD My Chet My Song auf und veröffentlichte sie im September 2014 sehr erfolgreich bei Cristal Records und 2015 in Italien für das Label Parco della Musica. Das Projekt Hoffnung - Espoir - Nadzieja von Riccardo Del Fra wurde am 3. November 2016 auf Schloss Genshagen (bei Berlin) erstmals vorgestellt. In Zusammenarbeit mit der Stiftung Genshagen schrieb er die Musik für dieses deutsch-französisch-polnische Projekt. Nach weiteren Konzerten in Paris und Breslau erhielt Riccardo Del Fra eine Einladung zu einem Konzert im italienischen Parlament. Am 19. März 2017 spielte das Quintett im Palazzo Montecitorio im Rahmen der Feierlichkeiten zum 60. Jahrestag der Römischen Verträge, um Europa zu feiern und dem Projekt ein weiteres Land hinzuzufügen: Italien, mit Speranza.

Nach mehreren Tourneen in Europa nahm Riccardo Del Fra seine jüngsten Kompositionen auf dem im Oktober 2018 veröffentlichten Album Moving People auf, auf dem Kurt Rosenwinkel, Special Guest an der Gitarre, Tomasz Dabrowski an der Trompete, Jan Prax und Rémi Fox am Saxophon, Carl-Henri Morisset am Klavier, Jason Brown am Schlagzeug und Riccardo am Kontrabass zu hören waren.

"Hoffnung" war die Geburtsstunde von Moving People, das sich zu einer Band mit Spielern aus vielen Teilen der Welt entwickelt hat, die verschiedene Generationen repräsentieren und eine Musik spielen, die von der Bewegung und den Emotionen inspiriert ist. "Die Bewegung der Menschen, die Menschheit - in ihrer Verletzlichkeit ebenso wie in ihrer phänomenalen Lebenskraft - das "Andere", das uns bewegt. Es geht um Mitgefühl." Das alles ist der Kern des Projekts "Moving People". Das Album Moving People erscheint auf Cristal Records (CR 276) und wird von Edel (Deutschland, Österreich, Schweiz, Benelux) vertrieben. Es wird auch auf Parco della Musica Records (MPR 098) veröffentlicht und von Egea Music in Italien, Großbritannien, Spanien und Japan vertrieben. Die Platte erhielt die Auszeichnung "Choc" vom Jazz Magazine, den Coup de Coeur der Académie Charles Cros und die Partnerschaft von France Musique, Radio France.
Derzeit tourt Riccardo Del Fra mit seinem Projekt Moving People durch Europa, im Quintett mit Tomasz Dabrowski, Trompete, Jan Prax, Saxophon, Carl-Henri Morisset, Klavier, Nicolas Fox, Schlagzeug und sich selbst mit Bass und Kompositionen. Übersetzt mit www.DeepL.com/Translator


Priv.-Doz. Dr.med. Dirk Deuster
Biografie
Priv.-Doz. Dr. med. Dirk Deuster wurde in Köln geboren. Nach dem Abitur am musikgymnasialen Zweig des Humboldt-Gymnasiums studierte er in Köln Medizin und begann seine Facharztausbildung in der HNO-Klinik des Klinikums Braunschweig. Im Jahr 2000 wechselte er an die Klinik für Phoniatrie und Pädaudiologie des Universitätsklinikums Münster und wurde nach der Anerkennung als Facharzt für Phoniatrie und Pädaudiologie 2004 Oberarzt und 2006 Leitender Oberarzt und Vertreter der Klinikdirektorin.
Seine berufsbegleitende Weiterbildung zum ärztlichen Psychotherapeuten schloss er 2012 mit der Zusatzbezeichnung „Psychotherapie“ ab. 2017 habilitierte er zu Stimm- und Kehlkopfveränderungen bei Frau-zu-Mann-Transsexualismus.

Zu seinen aktuellen klinischen Schwerpunkten gehören die psychosomatischen Aspekte des Fachgebietes, die Leitung der Musikerambulanz sowie der Stimmsprechstunde für transsexuelle Menschen. Er arbeitet im Vorstand der Deutschsprachigen Gesellschaft für Sprach- und Stimmheilkunde (DGSS), ist Mitglied der Arbeitsgruppe „Gebietsbezogene Psychosomatik“ der Deutschen Gesellschaft für Phoniatrie und Pädaudiologie (DGPP) und Leiter des Speech, Language, Literacy Committee der Union Europäischer Phoniater (UEP). Aktuelle wissenschaftliche Projekte sind Untersuchungen zur Stimmwahrnehmung, Sängermedizin und Ototoxizität. Als engagierter Hochschullehrer ist er an der Ausbildung von ÄrztInnen und LogopädInnen beteiligt und nimmt zusätzlich einen Lehrauftrag an der Musikhochschule Münster im Studiengang „Applied Music Psychology and Physiology“ wahr.


Ana Mirabela Dina
- Klavier -
Die Pianistin Ana Mirabela Dina wurde 1976 in Craiova, Rumänien, geboren. Ihre außergewöhnliche Begabung zeigte sich schon sehr früh: bereits mit 10 Jahren gab sie mit dem D-Dur Klavierkonzert von Joseph Haydn ihr Konzertdebüt mit dem Staatsphilharmonischen Orchester Craiova. Es folgte eine rege Konzerttätigkeit mit den meisten rumänischen Orchestern, Solo-Recitals und Auftritte mit verschiedenen Kammermusikensembles. In diesen Jahren gewann sie Preise bei mehreren internationalen Wettbewerben. Nach der politischen Wende in ihrer Heimat spielte Ana Mirabela Dina ab 1990 auch in Grossbritanien, Italien, Frankreich, Deutschland und den USA und ging 1995 nach Köln, um in der Klasse von Prof. Karin Merle zu studieren. Weitere künstlerische Impulse erhielt sie von Persönlichkeiten wie Dmitri Bashkirov, Leon Fleisher, Fou Ts’ong, Alexander Lonquich, Cristian Petrescu, Alexandre Rabinovitch und dem Alban Berg-Quartett. 1998 gab sie ihr Doppeldebüt in Berlin: mit dem Krönungskonzert KV 537 von W. A. Mozart in der Berliner Philharmonie und mit dem B-Dur Klavierkonzert von J. Brahms im Konzerthaus am Gendarmenmarkt in Begleitung des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin. Im September 1999 gewann Ana Mirabela Dina in Buenos Aires den 1. Preis beim ersten »Concurso internacional de piano Martha Argerich«. 

Daraufhin war sie Gast in Montréal mit dem Orchestre Symphonique de Montréal unter Charles Dutoit,  spielte mit den Bamberger Symphonikern unter Carl St. Clair sowie Solo-Recitals im Herkulessaal München, im Beethoven-Haus Bonn, in der Tonhalle Zürich, fünf Konzerte in der Reihe »Meisterpianisten« in Zusammenarbeit mit dem WDR, Auftritte bei den Festivals von La Roque d’Anthéron (Frankreich), Klavier Festival Ruhr (Deutschland), Musica Vitae in Växjö (Schweden) und eine Tournee in Argentinien mit Recitals und Konzerten mit dem Orquesta Académica del Teatro Colón und dem Orquesta Sinfónica Nacional im Teatro Argentino de La Plata, General Roca, Auditório Belgrano und Teatro Colón. 

Darüber hinaus wurde Ana Mirabela Dina zu den »Martha Argerich Festivals« in Beppu (Japan), nach Buenos Aires (Argentinien) und Lugano (Schweiz) eingeladen, wo sie 2003 im Finalkonzert die Nussknackersuite von P. I. Tschaikowsky für 2 Klaviere zusammen mit Martha Argerich aufführte (auf CD bei EMI unter »Martha Argerich and Friends« erschienen). Im Februar 2007 wurde sie eingeladen, in der Pariser Salle Pleyel im Rahmen eines »Bach-Wochenendes« zu musizieren, wo sie zusammen mit Martha Argerich, Gabriela Montero, Mauricio Vallina, Gidon Kremer und der Kremerata Baltica u. a. das Konzert für 4 Klaviere und Orchester von Bach aufführte. 

Außerdem hat Ana Mirabela Dina Rundfunkaufnahmen für den Westdeutschen, den Bayerischen Rundfunk sowie für die Rundfunkanstalten in Bukarest, Paris, Buenos Aires (auch als CD erhältlich) und Lugano eingespielt. Seit mehreren Jahren widmet sie sich ebenso intensiv der Kammermusik wie pädagogischen Aufgaben: sie hält Meisterkurse in Buenos Aires, La Plata (Argentinien) und Bukarest (Rumänien) und wurde des öfteren als Jurorin bei »Jugend Musiziert« eingeladen. Seit 2007 ist sie Dozentin an der Hochschule für Musik und Tanz Köln.


Nure Dlovani
- Violine -
Nure Dlovani ist freischaffende Solo-Geigerin und arbeitet gleichzeitig im musikpädagogischen Bereich als Geigen- und Klavierlehrerin. Seit dem Wintersemester 2015/16 ist sie Dozentin an der Uni Köln für orientalische Musik. Ihre musikalische Ausbildung erhielt sie am Konservatorium in Erivan (Armenien) und an der Musikhochschule Frankfurt am Main. Ihr Repertoire ist vielseitig, sie spielt Klassik, orientalische Musik, Filmmusik wie auch Crossover mit verschiedenen Orchestern und Bands. Daneben arbeitet sie mit unterschiedlichen renommierten Musikern der Weltmusikszene wie Rony Barrak, Mehmet Akbas oder Nizamettin Ariç zusammen, sowohl bei Studioaufnahmen als auch auf Konzerten und Festivals in ganz Europa.